Ausgleichszulagenrichtsätze


Ausgleichszulage




Allgemeine Informationen



Die Ausgleichszulage soll jeder Pensionsbezieherin/jedem Pensionsbezieher, die/der im Inland lebt, ein Mindesteinkommen sichern. Sie wird umgangssprachlich oft als "Mindestpension" bezeichnet.



Liegt das Gesamteinkommen (Bruttopension plus sonstige Nettoeinkommen plus eventuelle Unterhaltsansprüche) unter einem gesetzlichen Mindestbetrag (Richtsatz), so erhält die Pensionsbezieherin/der Pensionsbezieher eine Ausgleichszulage zur Aufstockung seines oder ihres Gesamteinkommens.



Jeder Pensionsantrag wird auch als Antrag auf Ausgleichszulage gewertet.



Zuständige Stelle



Der jeweilige Pensionsversicherungsträger



Verfahrensablauf



Die Ausgleichszulage ergänzt die Pension um die Differenz zwischen Gesamteinkommen und Richtsatz. Sie gebührt 14-mal jährlich in der Höhe der Differenz zwischen












































Richtsätze für die Ausgleichszulage ab Jänner 2018

Richtsätze für die Ausgleichszulage

pro Monat

im Jahr 2018

Für alleinstehende Pensionistinnen/Pensionisten (gilt auch für Witwen/Witwer)

909,42 Euro

Für alleinstehende Pensionistinnen/Pensionisten (gilt nicht für Witwen/Witwer), die mindestens 360 Beitragsmonate der Pflichtversicherung auf Grund einer Erwerbstätigkeit erworben haben

1.022 Euro 

Für Pensionistinnen/Pensionisten, die mit der Ehepartnerin/dem Ehepartner oder der/dem gleichgeschlechtlichen eingetragenen Partnerin/Partner im gemeinsamen Haushalt leben

1.363,52 Euro

Erhöhung pro Kind, dessen Nettoeinkommen 334,49 Euro nicht übersteigt (nicht bei Witwer- oder Witwenpension)

140,32 Euro

Pensionsberechtigte auf Waisenpension: bis zum 24. Lebensjahr

334,49 Euro

Pensionsberechtigte auf Waisenpension: bis zum 24. Lebensjahr, falls beide Elternteile verstorben sind

502,24 Euro

Pensionsberechtigte auf Waisenpension: nach dem 24. Lebensjahr

594,40 Euro

Pensionsberechtigte auf Waisenpension: nach dem 24. Lebensjahr, falls beide Elternteile verstorben sind

909,42 Euro


Bei der Berücksichtigung des Nettoeinkommens für die Ermittlung der Ausgleichszulage bleibt bei Lehrlingsentschädigungen der Betrag von 221,08 Euro außer Betracht.



ACHTUNG

Entsteht der Anspruch auf Ausgleichszulage oder die Erhöhung derselben erst später, so ist innerhalb eines Monats ein entsprechender Antrag zu stellen.



Bei späterer Antragstellung kann die Ausgleichszulage rückwirkend frühestens ab dem der Antragstellung vorangegangenen vollen Kalendermonat gewährt bzw. erhöht werden.



Erforderliche Unterlagen




Als Antrag wird auch ein formloses Schreiben gewertet, das Formular ist dann nachzureichen.



Zusätzliche Informationen



Bezieherinnen/Bezieher einer Ausgleichszulage sind grundsätzlich von der Rezeptgebühr und vom Service-Entgelt für die e-card als auch von den Rundfunkgebühren befreit bzw. können einen Antrag auf Zuschussleistung zum Fernsprechentgelt stellen.



Darüber hinaus ist die Gewährung von weiteren Beihilfen und Ermäßigungen möglich. Entsprechende Auskünfte über diese Leistungen erteilt zum Beispiel das jeweilige Wohnsitzfinanzamt, das Gemeindeamt oder das jeweilige Amt der Landesregierung bzw. auch die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) oder sonstige Verkehrsbetreiber.



Weitere Informationen über die Zuständigkeiten der Finanzämter finden sich auf USP.gv.at.




Mindestpension/Ausgleichszulage (Arbeiterkammer)